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Golden Retriever Krankheiten – Was sind typische Krankheiten beim Golden Retriever?


Damit Dein Hund bei Dir lange gesund bleibt, solltest Du Dich (paradoxerweise) mit den Krankheiten auseinandersetzen, die der Golden Retriever bekommen könnte.

Wann sollte man mit dem Golden Retriever zum Arzt gehen?
Regelmäßige Besuche beim Tierarzt sind für jeden Hundebesitzer Pflicht. Die Anlässe sind erstens die Entwurmung des Golden Retrievers, die mindestens einmal im Jahr stattfinden sollte.

Zweitens die Impfungen, für die es ebenfalls (mindestens) einen Termin im Jahresrhythmus einzuhalten gilt. Dabei wird der Tierarzt jedes Mal den Golden Retriever auf Krankheiten und seinen allgemeinen Gesundheitszustand hin untersuchen.
Bei Parasitenbefall, schweren Verletzungen und Symptomen, die auf Schmerzen oder Krankheit hindeuten, muss der Golden Retriever ebenfalls zum Tierarzt.

Gerade wenn Du unsicher bist, werde lieber einmal zu oft als einmal zu wenig beim Arzt vorstellig. Du kannst auch zunächst beim Tierarzt anrufen und die Symptome Deines Hundes schildern, die Dir Sorgen machen. Der Tierarzt kann dann abschätzen, ob  Du Dich unnötig beunruhigst oder ob Du besser einmal in der Praxis vorbeikommst.

Wie erkenne ich einen kranken Golden Retriever?

Rassetypische Krankheiten Golden Retriever
Zu den rassetypischen Krankheiten des Golden Retrievers gehören folgende Erbkrankheiten:
Ellbogendysplasie (ED), Hüftgelenksdysplasie (HD), Epilepsie
Augenkrankheiten (Grauer Star und Netzhautschwund)

1) Am Fress- und Trinkverhalten.

  • Verminderter Appetit ist oft das erste Anzeichen einer Erkrankung.
  • Großer Appetit und gleichzeitige Abmagerung sind typisch für Darmparasiten (Würmer) und andere Probleme des Verdauungstraktes.
  • Verweigert der Golden Retriever nicht nur Futter, sondern auch Wasser, ist ein Besuch beim Tierarzt dringend. Es besteht Austrocknungsgefahr.
  • Großer Durst (eventuell in Kombination mit Fressunlust) ist häufig bei Entzündungen. Bei Hündinnen sollte der Tierarzt als Erstes die Gebärmutter kontrollieren.

2) An der Körperhaltung, den Bewegungen, am Aussehen von Fell, Augen, Ohren, Nase und Zähnen.

  • Ein gesunder Hund bewegt sich gern und ist dabei locker und geschmeidig. Lahmen, Humpeln, Hinken sind demnach Alarmsignale.
  • Ein gesundes Fell ist dicht und glänzend. Stumpfes, struppiges Fell, kahle Stellen können auf eine Krankheit hinweisen. Nässende Stellen auf der Haut, Krusten oder starke Schuppenbildung sind ebenfalls Alarmsignale.
  • Ausfluss aus den Augen, verklebte oder getrübte Augen kommen häufig bei kranken oder sehr alten Tieren vor.
  • Ohren sollten nicht übermäßig verdreckt sein, die Haut ist hoffentlich intakt und nicht gerötet. Fauliger oder eitriger Geruch aus den Ohren ist ein dringender Grund für einen Tierarztbesuch.
  • Nasenausfluss ist ein Krankheitszeichen, genau wie eine trockene oder heiße Nase. Häufiges Husten und Niesen sind für schnupfenähnliche Erkrankungen typisch.
  • Starker Mundgeruch, starke Zahnsteinbildung, faulende Zähne oder blutiges Zahnfleisch sollten vom Tierarzt untersucht werden.

3) Am auffälligen Verhalten und scheinbar grundlosen Verhaltensänderungen.

  • Abgeschlagenheit bis hin zur Apathie begleitet viele Erkrankungen, aber auch starke Unruhe und Nervosität sind häufig. Scheinbar grundlose Aggressionen weisen oft auf Schmerzen oder andere gesundheitliche Probleme hin.
  • Starkes Kratzen, Belecken oder Beknibbeln einer bestimmten Körperstelle sind meist eine Reaktion auf Schmerzen in diesem Bereich. Parasiten wie Flöhe und Milben sind oft die Übeltäter.
Golden Retriever Tierarzt
Verhält sich Dein Golden Retriever auffallend anders als sonst üblich, dann ist eventuell ein Besuch des Tierarztes nötig.

Daneben darf man allerdings nicht vergessen, dass Hundeverhalten auch durch Hormone bestimmt wird. Verhaltensänderungen, wenn ein halbwüchsiger Golden Retriever in die Pubertät kommt, sind völlig normal.

Hündinnen benehmen sich während der Läufigkeit anders, Rüden in der Reichweite läufiger Hündinnen benehmen sich erst recht anders. Speziell diese Verhaltensänderungen sind mitunter recht anstrengend aber glücklicherweise harmlos.

Wie behandle ich Durchfall bei meinem Golden Retriever?

Meist ist Durchfall harmlos und gibt sich von selbst. Durchfall kann zum Beispiel auftreten, wenn ein Hund etwas im Futter nicht vertragen hat oder wenn er gestresst auf irgendetwas reagiert (Aufregung, Besuch, Reisen, andere Hunde, …).
Beobachte den Durchfall für ein bis zwei Tage.

Gehe zum Tierarzt, wenn:

  • es sich in dieser Zeit nicht bessert
  • wenn der Durchfall womöglich Blutbeimengungen aufweist
  • wenn der Hund sich außerdem erbricht, Fieber hat oder sonstige Symptome zeigt

In dieser Zeit:

  • füttere den Hund einen Tag lang nicht
  • achte darauf, dass der Hund ausreichend Wasser trinkt (Napf muss immer voll sein), denn Durchfall kann v. a. bei Welpen zu lebensgefährlicher Austrocknung führen
  • füttere anschließend kleine Portionen gut verträgliches Futter
  • Hundeschonkost besteht zum Beispiel aus: gekochtem Reis, gekochten Karotten, gekochtem Huhn (ohne Knochen!), etwas Magerquark oder Hüttenkäse

Durchfall ist ein Symptom, das auch bei mehreren sehr schweren Erkrankungen auftreten kann. Wenn Du Dir unsicher bist, gehe auf jeden Fall zum Tierarzt. Regelmässige Kontrollen beim Tierarzt können die Lebensdauer Deines Golden Retriever verlängern.

Wie behandle ich Erbrechen bei meinem Golden Retriever?

Golden Retriever Bricht Erbrechen
Für das Erbrechen gilt beinahe dasselbe wie für Durchfall: Oft harmlos, verschwindet meist von selbst, kann aber auch auf eine ernsthafte Erkrankung hindeuten.

Das Erbrochene des Hundes besteht meist aus gelber Gallflüssigkeit. Manchmal fressen Hunde Gras, um ein Erbrechen auszulösen, beispielsweise wenn ihnen übel ist.

Welpen, die ihr Futter zu hastig hinuntergeschlungen haben, spucken oft etwas Futterbrei aus und fressen diesen dann erneut. Das ist unbedenklich und höchstens ein Zeichen dafür, dass man versuchen könnte, für eine ruhigere und entspannte Fütterungsumgebung zu sorgen.
Für das Erbrechen gilt beinahe dasselbe wie für Durchfall: Oft harmlos, verschwindet meist von selbst, kann aber auch auf eine ernsthafte Erkrankung hindeuten.

Zu den harmlosen Ursachen von Erbrechen gehören:

  • Der Hund hat zu viel gefressen.
  • Der Hund hat zu schnell gefressen.
  • Der Hund verträgt etwas im Futter nicht.
  • Der Hund hat psychischen Stress (Aufregung, Besuch, Reisen, andere Hunde, …) und reagiert darauf empfindlich.

Schwerwiegende Ursachen können sein:

  • Der Hund hat sich vergiftet.
  • Der Hund hat einen Fremdkörper verschluckt, der in Luft- oder Speiseröhre feststeckt.
  • Darüber hinaus ist Erbrechen ein häufiges Begleitsymptom einiger gefährlicher Infektionskrankheiten.

Beobachte den Hund und gehe zum Tierarzt, wenn:

  • Das Erbrechen nicht innerhalb von ein, zwei Tagen besser wird.
  • Wenn Du Blut im Erbrochenen erkennst.
  • Wenn der Hund Atemprobleme hat (deutet auf einen feststeckenden Fremdkörper hin).
  • Wenn andere Symptome wie Durchfall oder Fieber auftreten.

In der Beobachtungszeit füttere den Golden Retriever zunächst nicht, bieten ihm aber ständig frisches Wasser an. Ähnlich wie beim Durchfall muss er den Flüssigkeitsverlust ausgleichen können, damit es nicht zu einer gefährlichen Austrocknung kommt.

Später sollte der Hund kleine Portionen leicht bekömmliches Futter bekommen (s. o. „Schonkost“).

Wie behandle ich Ohrenentzündungen bei meinem Golden Retriever?

Du solltest nicht versuchen, Ohrenentzündungen bei Deinem Hund selbst zu behandeln.

Wenn eine Ohrenentzündung auftritt, hat der Golden bereits Schmerzen und sollte schnellstmöglich zum Tierarzt. Dein Hund wird den Kopf vermutlich schief halten, die Ohren öfter schütteln und versuchen, den Schmerz durch Kratzen zu lindern. Mögliche Ursachen sind:

  • Diverse Fremdkörper, die in das Ohr geraten sind (Grassamen, Grannen)
  • Eine Allergie, häufig nach Futterumstellung
  • Milben
  • Bakterielle Infektion

Der Tierarzt muss das Ohr säubern, desinfizieren und gegebenenfalls mit Antibiotika, Tropfen oder milbenabtötenden Salben behandeln.

Golden Retriever Ohrenschmerzen
Wenn eine Ohrenentzündung auftritt, hat der Golden bereits Schmerzen und sollte schnellstmöglich zum Tierarzt. Dein Hund wird den Kopf vermutlich schief halten, die Ohren öfter schütteln und versuchen, den Schmerz durch Kratzen zu lindern.

Du selbst kannst einer Ohrenentzündung vorbeugen, indem Du:

  • Die Ohren des Golden Retriever regelmäßig kontrollierst.
  • Samen und andere Fremdkörper sofort entfernst.
  • Die Ohren sauber hälst. Die Muschel kannst Du mit einem weichen Küchentuch einfach auswischen. (Nicht tief in den Gehörgang einführen, dabei kannst Du das Trommelfell verletzen.)

Als eine Hunderasse mit Hängeohren neigen Golden Retriever zu Ohrproblemen, da sich Schmutz und feuchte Beläge stärker festsetzen. Diese Umgebung ist idealer Nährboden für Krankheitserreger.

Saubere Ohren sind also eine Voraussetzung für einen gesunden Hund. Mache es Dir zur Gewohnheit, die Ohren regelmäßig zu kontrollieren.

Welches sind typische Golden Retriever Erbkrankheiten?

Zu den rassetypischen Krankheiten des Golden Retrievers gehören folgende Erbkrankheiten:

  • Ellbogendysplasie (ED)
  • Hüftgelenksdysplasie (HD)
  • Epilepsie
  • Augenkrankheiten (Grauer Star und Netzhautschwund)

Golden Retriever Gelenksdysplasien ED und HD

Wie alle schnellwüchsigen, großen Rassen mit relativ schwerem Körperbau neigen Golden Retriever zu Gelenksdysplasien. Dabei handelt es sich um Fehlstellungen der Knochen, die zu Arthrosen, Lahmheit und Schmerzen führen können.

Die Veranlagung, eine solche Fehlstellung zu entwickeln, ist teilweise genetisch bedingt. Deshalb werden die Gelenksdysplasien auch als Erbkrankheiten des Golden Retriever geführt.
Zusätzlich hängt es von der Haltung ab, ob sich eine Erkrankung entwickelt oder nicht. Risikofaktoren sind:

  • „Falsche“ Ernährung des Hundes
  • Übergewicht
  • Starke Belastung der Gelenke noch im Wachstum (körperliche Überforderung junger Hunde)
Easy-Loader-Hunderampe
Leidet der Golden Retriever unter Gelenkschmerzen, dann ist eine Hunderampe für das Auto eine mögliche Lösung.

Vor allem als Welpe und junger Hund sollte der Golden Retriever keine Treppen steigen oder hohe Sprünge (z. B. ins Auto) absolvieren müssen. Für solche Fälle ist eine Hunderampe empfehlenswert.

Spaziergänge müssen dem Welpen angemessen (d. h. nicht zu lang) ausfallen. Auch das Laufen auf glattem Untergrund könnte schädlich sein.

Bei der Fütterung sollte auf Mineralstoff- und Vitaminzusätze verzichtet werden, wenn nicht ein medizinisches Problem besteht.

Das Futter für Welpen sollte auch nicht zu proteinreich sein. Ist das Futter sehr gehaltvoll, wächst der Golden schneller und hat dadurch ein höheres Risiko, eine Gelenksdysplasie zu entwickeln.

Golden Retriever und Epilepsie

Die Symptome der Epilepsie bei Hunden sind denen der Epilepsie bei Menschen sehr ähnlich.

Die Anfälle treten häufig auf, während der Hund ruht oder schläft. Die Erkrankung entwickelt sich meist im Alter von ein bis drei Jahren.

Bei den Krampfanfällen liegt der Golden Retriever auf der Seite, rudert mit den Beinen, sabbert, weint vielleicht oder schnappt. Möglicherweise entleeren sich Blase und Darm.
Die Anfälle können mit Hilfe von Medikamenten abgeschwächt oder sogar verhindert werden.

Golden Retriever Augenkrankheiten

Golden Retriever Erbkrankheiten
Verschiedene Augenprobleme gehören zu den rassetypischen Krankheiten des Golden Retriever. Besonders häufig ist eine erbliche Form des Katarakts, auch als Vererbbarer Grauer Star bekannt.

Verschiedene Augenprobleme gehören zu den rassetypischen Krankheiten des Golden Retriever. Besonders häufig ist eine erbliche Form des Katarakts, auch als Vererbbarer Grauer Star bekannt.

Sie kann zu einer teilweisen oder vollständigen Erblindung führen. Eine Operation ist möglich, aber darüber muss im Einzelfall entschieden werden.

Weitere häufige Augenprobleme beim Golden Retriever sind verschiedene Formen des progressiven Netzhautschwundes. Dabei schränkt die Erkrankung nach und nach die Sehfähigkeit des Golden Retrievers ein, bis sie schließlich in völliger Blindheit endet.

Der Netzhautschwund ist nicht heilbar, aber die betroffenen Hunde gewöhnen sich meist sehr gut an das Leben mit dieser Erkrankung.

Was gehört in die Hundebesitzer Hausapotheke?

Als Hundebesitzer solltest Du immer etwas im Haus haben, um Deinem Golden Retriever Erste Hilfe leisten zu können, falls ein Tierarzt nicht schnell genug erreicht werden kann.

Dabei geht es in erster Linie um provisorische Wundbehandlung:

  • Erste Hilfe Set für den Golden-Retriever
    Erste Hilfe Set für den Golden-Retriever

    Spray oder Salbe zur Wunddesinfektion und Unterstützung der Wundheilung (z. B. Octenisept, Blauspray, Jodsalbe, Bepanthen, …)

  • Verbandmaterial (wasserbeständige Pflaster, Kompressen und Mullbinden)
  • Fieber und erhöhte Temperatur sind typische Warnzeichen eines Infekts, Du solltest deshalb ein Fieberthermometer für Deinen Hund parat haben.
  • Eine Pinzette gehört ebenfalls in die Golden Retriever Hausapotheke, nicht zu vergessen eine Zeckenzange oder ähnliches Werkzeug.

Das erste Hilfe Set gibt es zum Beispiel bei Amazon: Hier klicken und Preis vergleichen .

Tipps/Checkliste für ein gesundes Golden Retriever-Hundeleben!

  • Golden Retriever Gesundheit
    Zu viel Essen schadet nicht nur dem Menschen sondern auch der Golden Retriever Gesundheit.

    Ernähre den Golden Retriever artgerecht. Siehe: Golden Retriever Ernährung und Futter

  • Achte auf sein Gewicht, sowohl Über- als auch Untergewicht kann gesundheitliche Probleme verursachen.
  • Biete ständig frisches Wasser an und halte alle Hundenäpfe sauber.
  • Halte Schlaf- und Liegeplätze sauber, wasche die Hundedecken regelmäßig.
  • Verpasse keinen Impftermin, entwurme den Hund regelmäßig.
  • Kontrolliere täglich kurz Augen, Ohren, Nase und Zähne bei Deinem Golden Retriever.
  • Kontrolliere das Fell und entferne Zecken und andere Parasiten frühzeitig.
  • Bewege den Golden ausreichend. Sorge für spannende Spaziergänge, bei denen Dein Hund toben und spielen darf.
  • Beschäftige den Golden Retriever auch geistig, trainiere und spiele mit ihm. Lange gesund bleibt nur, wer rundum zufrieden ist.

War Dein Golden Retriever schon einmal ernsthaft krank? Hat Dein Golden Retriever eine für diese Hunderasse typische Erbkrankheit? Bitte hinterlasse einen Kommentar!

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